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- Strippenstrolch 2.0 -
3D-Schoko-Jet-Drucker, Eintwicklung und Aufbau der Maschine
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14.01.21 01:56 --- Stephan_M 

Administrator



........ 3D-Schoko-Jet-Drucker, Eintwicklung und Aufbau der Maschine ........

Vorwort

Schon lange reifte der Wunsch in mir, eine XYZ-Maschine, Version 5 zu bauen.

Es ist einfach faszinierend, solch eine Maschine zu planen, die Zutaten im Netz zu kaufen und dann zu sehen, wie die Maschine Schräubchen für Schräubchen entsteht.

Man kann dabei sehr viel lernen, und es hat also auch dann persönlichen Nutzen, wenn die fertige Maschine noch etwas wackelig geraten ist.

Da sich meine beiden Söhne bereits sehr gut in die Kunststoffdruckrei eingefuchst haben, schwebte mir ein anderes Material vor. Ich dachte an Baumkuchen oder Wurst.

Ich kontaktierte meinen Sohn und der enttäuschte mich etwas, als er mir ein drei Jahre altes YouTube-Video präsentierte, in dem eine Uni bereits dabei war, Marzipanschweine zu drucken. Der Drucker dort bediente sich aber ebenfalls einer Düse, ähnlich wie ein Kunststoffdrucker.

Da ich aber wie immer (die Stammleser kennen das schon) etwas völlig Neues und Verrücktes machen möchte, kann ich ja nicht auf die Düsentechnik zurückgreifen, da die Uni das ja schon gemacht hatte.

Ich hatte schon vor einigen Jahren Kontakt mit der Firma Keyence, die professionelle 3D-Drucker herstellt und verkauft und ludt damals einen Vertreter zu mit ein, der auch ein paar Druckmodelle (Demos) dabei hatte. Ich war von den Möglichkeiten völlig fasziniert und staunte über die enorme Genauigkeit und Auflösung der Demoteile.

Die Drucker von Keyence aber funktionieren nicht mir einer Düse, sondern mit Pulver, das da Schicht für Schicht übereinander gelasert wird.

Ich wäre nicht der legendäre Strippenstrolch, wenn ich das nicht auch mal in meiner Werkstatt ausprobieren würde.

Ich dachte also zwei Tage so nebenbei nach, wie ich das mal ausprobieren könnte.

Da kam ich auf die Idee, ein Lebensmittel und das Pulver zu kombinieren.

Ich dachte spontan an Scholodadenpulver, was man normalerweise so zur Zierde auf einen Kuchen streut.
Ich dachte daran, dass man es sowohl dünnschichtig auftragen könnte, als auch punktuell "verschweißen" könnte, so dass man dann 3D-Skulpturen heraus bekommt.

Die Herausforderung dabei scheint mir zunächst nicht die Maschine zu sein, denn die 3 Achsen und die Schrittmotoren und das ganze Zeugs ist ja recht einfach montiert. Immerhin wird dies bereits meine fünfte Maschine.

Die Herausforderung wird vielmehr die "Pulverstreu-Einheit", sowie die "Pulver-Verschweiß-Einheit" werden.

Ich denke aber, wenn das klappt, könnte man den Schritt zurück zum Kunststoff gehen und auch Kunststoffpulver einsetzen.

Das wird ein prima neues Langzeit-Projekt und ich lade Sie hier ein, meine Veröffentlichungen dazu zu lesen und zu genießen.

Zuletzt bearbeitet am 17.01.21 05:17

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