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- Strippenstrolch 2.0 -
3D-Schoko-Jet-Drucker, Entwicklung und Aufbau des Druckkopfes
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14.01.21 02:24 --- Stephan_M 

Administrator



........ 3D-Schoko-Jet-Drucker, Entwicklung und Aufbau des Druckkopfes ........

Bei den meisten 3D-Druckern wird ein Kunststoffdraht (sogenanntes "Filament") direkt vor einer Düse angeschmolzen (teigig gemacht), dann durch die Düse gepresst und als teigige "Miniwurst" (industriell auch "Kleberraupe" genannt) aufgetragen. Sogleich nach dem Auftrag verklebt die Kunststoffraupe mit der darunter befindlichen Lage und kühlt wieder ab.

So entsteht dann Schicht für Schicht das 3D-Objekt, das je nach technischem Aufwand recht genau sein kann. Eine Auflösung von 1/10 Millimeter kann damit gut erreicht werden.

Die Druckgeschwindigkeit jedoch ist bei diesem Verfahren recht gering, weil ja letztlich ein Zehntel nach dem anderen "nach oben wächst" und jede Lage aus vielen Metern Kunststoffraupe bestehen kann (je nach Objektgröße). Auch kann man mit dem Druckkopf nicht so "über das Objekt rasen", weil die Raupe Zeit zum Herunterkühlen haben muss.

Bei dem Pulverdruckverfahren (was ich gern hier öffentlich erstmal mit Schokoladenpulver ausprobieren möchte) wird eine komplette Pulverschicht aufgetragen und nur an den Stellen mit der darunter befindlichen Lage verschweißt, wo sich halt Teile des 3D-Objekts befinden. Das restliche Pulver (ein Quader, oder Zylinder) bleibt komplett bis zum Druckende unverändert liegen und kann später wieder verwendet werden, wenn man sehr sauber arbeitet.

Nach Druckende muss man das Objekt also beim Pulverdruckverfahren noch aus dem losen Pulver befreien.

Der enorme Vorteil beim Pulverdruckverfahren gegenüber dem Düsendruckverfahren jedoch ist, das Überhänge und offene Hohlräume problemlos ohne die Konstruktion von irgendwelchen Stützen oder Traversen möglich sind. Als Stütze dient bei einem Überhang das lose, nicht verschweißte Pulver, was ja später wieder entfernt (und wenn möglich wiederverwendet) wird.

Für den Privatbastler ist das Verfahren also gut verständlich, jedoch scheint es mir im Moment noch etwas schwierig, das Pulver (hier erstmal Schokoladenpulver) in einer möglichst definierten, möglichst dünnen und homogenen Schichtdicke aufzutragen.

Und genau das wird die Herausforderung in diesem Thread hier werden.

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