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- Strippenstrolch 2.0 -
3D-Schoko-Jet-Drucker, Entwicklung der Software
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14.01.21 02:49 --- Stephan_M 

Administrator



........ 3D-Schoko-Jet-Drucker, Entwicklung der Software ........

Beim herkömmlichen Düsendruckverfahren wird zunächst mit einer CAD-Software ein 3D-Modell (Ein Gittermodell aus unzähligen Dreiecken) erstellt und als STL-Datei exportiert. Diese STL-Datei wird dann in einen "Slicer" geladen (slice [EN] = "Scheibe" [DE]), der aus der STL-Datei eine recht große Anzahl von "Scheiben" macht. Jede "Scheibe" besteht dann bereits aus dem Maschinencode, oft G-Code für CNC Maschinen.

Dann werden diese "Scheiben" an ein geeignetes Treiberprogramm übergeben, was dann den Druckkopf Scheibe für Scheibe über das Objekt steuert und gleichzeitig die Parameter wie Temperatur, Drahtvorschub und Verfahrgeschwindigkeit überwacht und vorgibt.

Beim Pulverdruckverfahren könnte das eventuell viel einfacher sein:

Das CAD-Programm und die STL-Dateien können 1 zu 1 gleich bleiben, jedoch müsste man bereits den Slicer in seiner Funktion ändern.
Da das Pulver vom Druckkopf als Komplettschicht aufgetragen wird, entfallen schonmal hunderte von Fahrbefehlen für den Materialauftrag. Man könnte das Pulver linienförmig auftragen, oder auch "auftupfen" oder aufwalzen oder, oder. (Das möchte ich ja noch entwickeln)

Also müsste sich der Slicer nur noch darum kümmern, Lage für Lage das Pulver an den richtigen Stellen zu verschweißen. Das wiederum erinnert sehr stark an gewöhnliche Pixelbilder pro Lage und es kommt mir sofort in den Sinn, die Schokolade Punkt für Punkt mit einem Laser aufzuschweißen. Dieser Laser wiederum kann sehr schnell über die jeweilige Lage "huschen", denn sein Licht kann ja verzögerungslos ein- und ausgeschaltet werden. Auch verschiedene Schokoladensorten dürften kein Problem sein, wenn man den Laser per PWM in der Leistung variabel gestaltet. (Muss ja sowieso sein, um die Schokolade nicht zu verbrennen)

Das Ganze erinnert also an einen klassischen Ink-Jet-Drucker, nur halt mit Pulver und in 3D.

Daher auch der Titel dieser Serie "3D-Schoko-Jet-Drucker".

Ein Nachteil hat die vom Sclicer ausgeworfene Datei: Sie kann sicherlich enorm groß werden, da für jede Lage ein "Pixelbild" angefertigt werden muss.

Hier könnte man später abschließend noch überlegen, einen "Echt-Zeit-Slicer" zu entwickeln, der gar keine Datei anfertigt, sondern die Druckdaten gleich direkt aufbereitet.

Wie weit das gelingen wird, und ob es funktioniert, davon handelt dieser Thread.

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